Tipps und Tricks zum Thema Autozubehör

Um den Look, die Leistung oder die Funktionalität des eigenen Fahrzeugs zu optimieren, kaufen viele Lenker/innen neues Autozubehör wie Felgen oder nehmen Veränderungen am Fahrzeug vor, beispielsweise durch Tieferlegungen. Aber Achtung: Nicht jedes Zubehörteil und jede Veränderung ist für Ihr Fahrzeug zugelassen und wenn eine Prüfung fehlt, können teure Bussen anfallen. Trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, Ihr Auto mit Zubehör zu individualisieren und wir verraten einige Tipps und Tricks.

Radlagerung

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Was versteht man unter Autozubehör?

Als Zubehör fürs Auto gelten grundsätzlich alle Ersatzteile, die nicht ab Werk im Serienfahrzeug eingebaut werden. Ihr Standardmodell ist mit diesen Teilen also nicht ausgestattet und sie dienen dazu, das Auto nach dem Einlösen aufzuwerten. Da Zubehör Geschmackssache ist, bedeutet die Veränderung nicht zwingend eine Wertsteigerung: Wer viel Geld für spezielle Felgen ausgibt, darf nicht automatisch damit rechnen, dass dem nächsten Käufer diese Teile auch zusätzliche Kosten wert sind.

Nicht unter Zubehör laufen die individuellen Konfigurationen eines Neuwagens ab Werk. Beispielsweise gehören Zusatzpakete zur Aufwertung des Innenraumes und der Sitze nicht dazu. Natürlich werten auch diese Optionen das Fahrzeug auf und können beim Wiederverkauf Vorteile bieten, da sie aber bereits durch den Hersteller eingebaut werden, werden sie nicht als Zubehör bezeichnet.

Wie diese Unterscheidung vermuten lässt, gibt es beim Zubehör einige Grauzonen, beispielsweise das Thema Räder. Räder sind kein klassisches Zubehör, sondern müssen aus fahrtechnischen Gründen zweimal jährlich gewechselt werden. Da aber die Felgen durchaus unter die Kategorie Zubehör laufen, dürfen die Räder bei diesem Thema nicht ganz ausser Acht gelassen werden.

Über Passgenauigkeit und Zulassungen

Gerade bei den Felgen ist die Passgenauigkeit ein zentraler Aspekt: Passgenau bedeutet, dass das Ersatzteil für Ihr entsprechendes Modell zugelassen ist und daher wirklich korrekt sitzt. Ist das nicht der Fall – sind beispielsweise die neuen Felgen zu gross oder zu klein – wird die Fahrsicherheit negativ beeinflusst. In der Schweiz ist es Pflicht, die meisten Änderungen am Fahrzeug prüfen zu lassen und es dürfen nur Zubehörteile eingebaut werden, die über eine technische Zulassung für Ihr Modell verfügen.

Eine solche Eignungserklärung für das Zubehör kann bei Polizeikontrollen in der Schweiz verlangt werden. Auch bei Veränderungen wie Tieferlegungen ist eine Bestätigung notwendig, dass das Fahrzeug noch immer sicher fahrbar ist. Ein solches Gutachten kann beispielsweise beim Dynamic Test Center (DCT) nach einer genauen Prüfung auf der Teststrecke erworben werden. Das DCT in der Nähe von Biel ist ein offizielles Prüflabor und die erstellten Gutachten sind sogar international gültig. Die Änderungen durch Zubehör können aber auch beim zuständigen Strassenverkehrsamt geprüft werden. Mehr erfahren zum Thema MFK

Häufige Probleme und hilfreiche Tipps

Zubehör, das häufig beanstandet wird, sind zu laute Auspuff-Anlagen, inkorrekte Tieferlegungen, zu grosse Lautsprecher, nicht zugelassenes LED-Licht und mehr. Natürlich gibt es auch viel Zubehör, das problemfrei angebracht werden kann, beispielsweise kosmetische Veränderungen wie Folierungen oder Lackierungen. Bei allen Bauteilen gilt aber grundsätzlich: Weil das Ersatzteil für Ihr Modell zugelassen sein muss, ist es empfehlenswert, nur Originalteile Ihres Herstellers zu verwenden.

Online gibt es unzählige Angebote von günstigen Autoteilen als Alternativen zu den etwas teureren Originalteilen. Grundsätzlich ist es auch gut möglich, Teile andere Marken zu kaufen, wenn diese passgenau und zertifiziert sind. Um dies korrekt beurteilen zu können, ist aber ein gewisses Fachwissen nötig. Wir von Autoviva empfehlen deshalb besonders Personen, die noch wenig Erfahrung im Zubehör-Bereich sammeln konnten, stets die Originalteile zu kaufen. Wenn Sie uns die Änderungen an Ihrem Fahrzeug in Auftrag geben, ist dies natürlich gewährleistet. Mit dem Originalteil sowie dem technischen Zertifikat sollte es anschliessend kein Problem sein, beim DCT oder dem Strassenverkehrsamt die Prüfung zu bestehen.

Ein weiterer Vorteil der Originalteile ist Ihre Garantie von 2 Jahren ab Verkaufsdatum. Dies ist theoretisch auch bei den Teilen anderer Marken der Fall, doch es kann sich schwer gestalten, die Garantie bei Online-Händlern einzufordern. Es ist deshalb umso ratsamer, das Originalteil bei Ihrer Markenvertreterin zu bestellen und einbauen zu lassen – Fahrsicherheit, Zulassung und Garantie sind so stets gewährleistet.

Reifen- oder Radwechsel, oder doch Allwetterreifen?

Wie oben erwähnt sind Räder nicht klassisches Zubehör, dennoch werfen sie Fragen auf, die in Zusammenhang mit Veränderungen am Auto gut beantwortet werden können. Einerseits stellt sich häufig die Frage, ob zwei komplette Sätze Räder oder doch nur zwei unterschiedliche Arten von Reifen gekauft werden sollen. Im Herbst und Frühling sind Kompletträder klar von Vorteil: Der Radwechsel ist einfacher, geht schneller und ist daher auch günstiger als der Reifenwechsel. Aufgrund des kürzeren Zeitaufwandes ist auch leichter, spontan einen Termin zu finden: Der Radwechsel dauert nur um die 20 Minuten, weshalb kurzfristige Termine häufiger verfügbar sind als für den Reifenwechsel. Dieser dauert ungefähr 45 Minuten.

Radwechsel

Der Vorteil der Reifen liegt bei den Investitionskosten am Anfang, welche pro Rad um die 50-60 Franken tiefer sind. Weil die halbjährlichen Wechsel teurer sind, ist dieser Betrag nach einigen Jahren wieder amortisiert, kurzfristig gesehen ist der Reifenwechsel aber günstiger. Die Lagerung bei Autoviva kostet für Reifen und Rädern gleich viel, da beide Varianten in gestapelter Form denselben Platz benötigen.

Und warum nicht gleich Allwetterreifen? Dies ist eine kostengünstige Variante, wird jedoch nur empfohlen, wenn Sie im Winter nicht zwingend auf Ihr Auto angewiesen sind. Sommer- und Winterreifen unterscheiden sich in der Tiefe und Art ihres Profils, aber auch in der Härte des Gummis. Dadurch wird sowohl bei Hitze wie auch bei vereisten Strassen ein bestmöglicher Halt und ein kurzer Bremsweg sichergestellt. Allwetterreifen sind ein Kompromiss und bei Schnee nicht so zuverlässig wie Winterreifen. Wenn Sie Ihr Auto wenig brauchen und bei Schnee und Eis aufs Fahren verzichten können, sind Allwetterreifen eine gute Option. Wenn Sie hingegen bei jeder Wetterlage auf Ihr Auto angewiesen sind, empfehlen wir Ihnen aus Sicherheitsgründen, in zwei Sätze Räder oder Reifen zu investieren.

Das Fazit zu Autozubehör

Als Autozubehör gilt vieles, von Dachboxen bis zu Folierungen, und die Grenzen zu anderen Autoteilen sind fliessend. Klassisches Zubehör soll das Fahrzeug aufwerten, indem es optisch ansprechender, leistungsstärker oder individueller wird. Besonders in der Schweiz muss genau beachtet werden, welche Teile ins Auto eingebaut werden. Sie müssen zwingend passgenau und für das jeweilige Modell zertifiziert sein. Zudem müssen viele Zubehörteile geprüft werden, damit allfällige Strassenverkehrskontrollen auch nach der Veränderung problemfrei verlaufen. Es ist daher empfehlenswert, stets die Originalteile Ihres Herstellers zu kaufen und bei einer vertrauenswürdigen Garage einbauen zu lassen.

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